Systemisches Coaching

Systemisches Coaching verstehen wir als Prozessbegleitung auf Augenhöhe, bei dem die Coaching-Nehmer (CN) selbst über alle Ressourcen verfügen, um ihre Probleme zu lösen. Ihre Probleme, das Hin- und hergerissen sein, der Leidensdruck – all dieses Erleben und Wahrnehmen ist jeweils das Ergebnis von Aufmerksamkeitsfokussierung auf bewusster und unbewusster Ebene (Gunther Schmidt u.v.a.). Wenn jemand sich z.B. als orientierungslos erlebt, bedeutet das demnach nicht, dass er keine Orientierung hat, sondern dass er diese aus seiner wirksamen Erlebniswelt dissoziiert hat. Die Prozessbegleitung bestünde dann darin, die Aufmerksamkeit der CN zu fokussieren und die im unbewussten Erfahrungsreportoire sehr wohl gespeicherten Kompetenzen wieder erlebbar und nutzbar zu machen.

Anders ausgedrückt: Systemisches Coaching wirkt unterstützend um in einer gewissen Situation aus der Hilflosigkeit zurück in die Selbstwirksamkeit zu kommen.

Die Fokussierung wird begleitet durch Fragen, Hypothesen, Visualisierungen, inneren und äußeren Systemaufstellungen, etc. All das dient den CN zur Unterschiedsbildung bzw. als Kontrastierungshilfe.

Es geht beim systemischen Coaching aber nicht um diese Techniken oder Methoden, sondern um Grundannahmen, hier zwei zentrale Beispiele:

1. Was ist eigentlich systemisch? Ganz einfach ausgedrückt: Alles hängt mit allem zusammen. Das bedeutet auch: alles hat auf alles einen Einfluss. Insofern gibt es keine isolierte Ursache A – und Wirkung B, sondern beides ist beides. A beeinflusst B und umgekehrt – und zwar die ganze Zeit.

Unsere Familie ist ein zusammenhängendes System. Im Beruf oder in der Ausbildung, im Freundeskreis und in der Nachbarschaft – überall leben wir in Systemen die sich auf bestimmte Arten und Weisen organisieren. Interessanterweise ist unser Erleben und Verhalten in diesen Systemen jeweils unterschiedlich – obwohl wir ein und dieselbe Person sind.

Wenn die Probleme also nicht monokausal sind, sondern Produkt eines Systems (indem i.d.R. mehrere Personen oder Persönlichkeitsanteile – bewusst oder unbewusst – über einen längeren Zeitraum daran gearbeitet haben, das Problem entstehen zu lassen und zu erhalten), kann die Lösung ebenso wenig auf die simple Beseitigung der Ursache gerichtet sein. Damit zu einer zweiten Grundannahme:

2. Auf die Ziele kommt es an. Es geht nicht darum, das System zu verstehen und die Ursache des Problems zu beseitigen, sondern es geht hauptsächlich darum, welche Denk-, Kommunikations- und Verhaltensmuster in dem vorhandenen System zum gewünschten Ergebnis d.h. zur Erfüllung der Bedürfnisse der beteiligten Personen führen.

Anders ausgedrückt: Zieldienlich ist eine Aufmerksamkeitsfokussierung auf die Ziele und die dafür erforderlichen Schritte. Welche Bedürfnisse der CN sind nicht gestillt, welches Ziel (oder welche Ziele) können sie formulieren um diese Bedürfnisse zu stillen und was können die CN selbstwirksam tun, um diese selbst festgelegten Ziele zu erreichen.

Hier schließt sich der Kreis: Der Coach steuert diesen Prozess auf Augenhöhe – aber die Coaching-Nehmer sind selbst Experten ihrer Situation. Sie selbst verfügen über die notwendigen Ressourcen, legen die Ziele fest und setzen diese schrittweise um.

Noch kürzer: Es ist Dein Leben. Lebe!

Dein Leben. leben. 
Systemisches Coaching

Schiller GbR
Pfarrgasse 12 | 67454 Haßloch

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